Olivenöl AOP Vallée des Baux – 500 ml
Beschreibung
Olivenöl AOP Vallée des Baux. Grünfruchtige Cuvée aus vier Sorten der Alpilles.
Olivenöl AOP Vallée des Baux heißt das native Olivenöl extra der Mühle Castelas, mit geschützter Ursprungsbezeichnung aus der Provence und gepresst aus vier regionalen Sorten. Kein Bratöl, kein mildes Alltagsöl, kein Öl mit Aromazusatz.
Olivenöl AOP Vallée des Baux ist das Classic der Ölmühle Castelas in Les Baux-de-Provence, eine Cuvée aus Salonenque, Aglandau, Grossane und Verdale. Wer bisher vor allem italienische oder spanische Öle kennt, entdeckt hier eine andere Handschrift. Toskanische Öle sind oft kräftig bitter, andalusische fruchtig und üppig. Das Öl aus dem Tal von Les Baux liegt dazwischen, frisch, kräuterig und mit einer Schärfe, die sich Zeit lässt.
Rohe Artischocke, Mandel und Tomatengrün
Das Öl duftet nach frisch geschnittenem Gras und rohen Artischocken, am Gaumen folgen Mandel, grüner Apfel und das Grün von Tomatenpflanzen. Die Bitterkeit ist deutlich spürbar, aber fein eingebunden. Nach einigen Sekunden meldet sich am Gaumen eine pfeffrige Schärfe.
Bitterkeit und Schärfe sind bei frischem Olivenöl kein Fehler, sondern ein Qualitätszeichen. Sie stammen von Polyphenolen, die vor allem in früh geernteten, grünen Oliven reichlich vorkommen. Mit der Zeit nehmen sie ab, das Öl wird milder und verliert an Frische.
Verkosten lässt sich das Öl am besten pur aus einem kleinen Glas. Wärmen Sie es kurz in der Hand, riechen Sie zuerst und ziehen Sie dann einen Schluck mit etwas Luft über die Zunge. So zeigen sich Frucht, Bitterkeit und Schärfe nacheinander.
Wer ein sehr mildes, buttriges Öl erwartet, wird dieses Classic als zu grün und zu lebendig empfinden. Für diesen Geschmack eignen sich Öle aus reifen Oliven besser. In der AOP Vallée des Baux gibt es dafür einen eigenen Stil, das Fruité noir aus nachgereiften Oliven.
Provenzalische Küche, roh und zum Schluss
Seine Stärken zeigt das Öl roh, als letzter Schritt über einem fertigen Gericht. Zu einer Ratatouille, die Sie vom Herd nehmen, gehört ein Esslöffel davon. Auf einem Ziegenkäse mit Thymian und etwas Fleur de Sel genügen ein paar Tropfen.
Für ein Pistou, die provenzalische Schwester des Pesto, mörsern Sie Basilikum, Knoblauch und Salz und ziehen das Öl langsam unter. Ohne Pinienkerne und Käse bleibt der Geschmack von Kraut und Öl im Mittelpunkt. Ein Löffel davon in eine Gemüsesuppe, und Sie haben die Soupe au pistou der Provence.
Auch zu Fisch passt es gut, etwa zu gegrillter Dorade oder einer Brandade aus Stockfisch. Für eine schnelle Aïoli schlagen Sie ein Eigelb mit zerdrücktem Knoblauch auf und lassen das Öl tropfenweise einlaufen, bis eine feste Creme entsteht. Zu kräftig gewürzten Speisen mit viel Chili oder Curry ist es dagegen nicht geeignet, dort geht seine Feinheit verloren.
Aus Erfahrung: Zum scharfen Anbraten ist ein so aromatisches Öl zu schade. Hohe Hitze zerstört genau die frischen Aromen, für die Sie es kaufen. Für die Pfanne genügt ein einfacheres Öl, dieses kommt anschließend dazu.
Ein Tal, vier Sorten und eine Mühle am Fuß der Burg
Die Vallée des Baux liegt zwischen den Kalkfelsen der Alpilles im Süden der Provence. Seit 1997 ist das Olivenöl der Region als Ursprungsbezeichnung geschützt. Die Regeln schreiben unter anderem die Sorten vor, die in einem AOP-Öl aus dem Tal stecken dürfen.
Im selben Jahr begannen Catherine und Jean-Benoît Hugues, an den Hängen unterhalb der Burg von Les Baux alte Olivenhaine zu bewirtschaften. Ihre eigene Mühle, die sie 2002 bauten, steht am Fuß der Burg. Heute bewirtschaftet die Familie rund 45 Hektar im Tal und weitere Flächen in der Crau-Ebene.
Die Bäume wachsen auf kargen, steinigen Böden im trockenen Klima der Alpilles, geprägt vom Mistral. Die Erträge sind dort geringer als in den großen Anbaugebieten Südeuropas. Dafür reifen die Oliven langsam und bilden ein dichtes Aroma.
Für das Classic werden die Oliven innerhalb von sechs Stunden nach der Ernte kalt und rein mechanisch extrahiert. Diese kurze Zeit bewahrt den grünen, pflanzlichen Charakter. Erst nach der Pressung entsteht durch Verkosten und Mischen die Cuvée, die Jahr für Jahr die typische Balance des Hauses treffen soll.
Ein Stück Provence für den Esstisch
Was dieses Öl von vielen anderen unterscheidet, ist die Verbindung aus streng geregelter Herkunft und eigener Mühle. Anbau, Ernte und Pressung liegen in einer Hand, und die AOP garantiert die Sorten und das Gebiet. Bei der französischen Landwirtschaftsmesse in Paris hat das Classic mehrfach Goldmedaillen gewonnen.
Als Geschenk eignet sich die schlanke dunkle Flasche für alle, die gern provenzalisch kochen oder ihren Urlaub in den Alpilles verbracht haben. Bewahren Sie das Öl kühl und dunkel auf und verbrauchen Sie es innerhalb weniger Monate nach dem Öffnen. Gut dazu passen französische Fischkonserven, etwa Sardinen aus der Vendée oder Sardinen mit Tapenade aus der Bretagne.
Ein Olivenöl, das nach Artischocke, Mandel und Alpilles schmeckt und jedem einfachen Gericht einen provenzalischen Abschluss gibt.
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